Mineralöl

Schadstoffe in Süssigkeiten entdeckt

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Die Konsumentenorganisation Foodwatch hat rund 20 Süssigkeiten von verschiedenen Herstellern getestet und Spuren von Mineralölen entdeckt.

Betroffene Produkte waren unter anderem der Kinderriegel von Ferrero, Lindts „Fioretto Nougat Minis“ und der „Sun Rice“ Schokohappen von der Rübezahl Schokoladen GmbH.

So sollen im „Kinderriegel“ von Ferrero laut „Foodwatch“ deutliche Rückstande von Mineralölen zu finden sein. In der Lebensmittelindustrie werden Mineralöle etwa als Schmiermittel für Maschinen oder in Verpackungen eingesetzt.

Mineralöle stehen unter Verdacht, krebserregend und erbgutverändernd zu sein.

Die nachgewiesenen Mineralöle lassen sich in zwei Gruppen unterteilen:

„Aromatische Mineralöle“ (MOAH) werden von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als „möglicherweise krebserregend und erbgutverändernd“ eingestuft.

Für „gesättigte Mineralöle“ (MOSH) gibt es derzeit keine abschliessende gesundheitliche toxikologische Risikobewertung und somit auch keine offiziell zulässige Aufnahmemenge. Jedoch ist nachgewiesen, dass sich MOSH in menschlichen Körperorganen anreichern. In Tierversuchen führten diese Anreicherungen zu Organschäden.

Schadstoffe können auf verschiedenen Wegen in Schokolade gelangen. Eine häufige Quelle sind Altpapier-Verpackungen

Altpapier enthält neben mineralölhaltigen Druckfarben bis zu 250 weitere Chemikalien, die auf das Lebensmittel übergehen können, falls Recycling-Kartons als Lebensmittel-Verpackung oder beim Transport und bei der Lagerung der Rohwaren zum Einsatz kommen.

Verschiedene Süsswaren- Hersteller arbeiten seit Jahren daran, die Stoffe aus der gesamten Produktionskette zu verbannen. In den vergangenen Jahren hatten Konsumentenschützer, Gesundheitsämter und die Stiftung Warentest immer wieder Mineralölreste in Schokolade gefunden- etwa in Adventskalendern oder in Osterhasen.

Die betroffenen Hersteller äusserten sich bislang nicht zu den Vorwürfen von Foodwatch.

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